Um 1918

In den Jahren um 1918 war die Verkehrsverbindung zur Großloge, der Großen National-Mutterloge Zu den drei Weltkugeln, für die im Wilmersdorfer Stadtgebiet wohnenden Brüder immer schwieriger geworden. Die Johannisloge Bruderbund am Fichtenberg zählte mehr als 300 Brüder. Unter Leitung des Meisters vom Stuhl der Johannisloge Am Berge der Schönheit, Br. Wilhelm Lohmann, hatte sich in Wilmersdorf bereits eine freimaurerische Vereinigung konstituiert.

 
Es entstand der Wunsch nach Neugründung einer Tochterloge der "3WK". Der damalige Nationalgroßmeister Br. Techow, zugleich Meister vom Stuhl der Bauhütte Bruderbund am Fichtenberg, förderte diesen Plan, und die Brüder Habermann, Oberbürgermeister von Wilmersdorf, Beckmann, Oberregierungsrat, Gehrmann, Kanzler, Panzer, Gymnasialprofessor, und Schwidetzky, Fabrikbesitzer, bereiteten die Gründung vor. Den Namen der zu errichtenden Loge entnahmen die Gründer dem Wilmersdorfer Stadtwappen mit den Lilien.
 Familienwappen
"derer von Wilmerstorf"
 Wilmersdorfer Stadtwappen
von 1955
Nach der Stadtchronik soll ein Ritter Ludolf von Wilmerstorf bei seinem ersten Kreuzzug zwischen 1248 und 1254 dem König Ludwig IX das Leben gerettet haben. Aus diesem Grund bekam er u.a. das französische Lilienwappen verliehen.